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    Montag, 17. Dezember 2007
     
     
    Auf und ab
     

    Nachdem mir Helena gestern abend Ohropax angeboten und ich dankend angenommen hatte, stand heute morgen plötzlich eine Schwester mit dem Blutdruckmessgerät neben meinem Bett und lächelte mir in die sich eben öffnenden Augen. Die erste gute Nacht seit einer Woche, seit vor der Op!

    Nach dem Mittagessen kam die Verwaltungsangestellte unserer Station zu mir herein und bat mich, mich um 13.30 Uhr in der urologischen Ambulanz einzufinden. Moment mal, ich soll da allein hinlaufen??? Das empfand ich denn noch als ein wenig zu schnell und bat um eine Person vom Fahrdienst, die mich zu Fuß begleitet. Die bekam ich denn auch und in Zeitlupentempo bewegte ich mich nach unten. Unten angekommen warteten verschiedene ambulante Personen schon im Gang. Ich solle mich doch setzen, meinte ein Mann im Rollstuhl. Ich dankte mit Hinweis auf meine "Unterleibs-Op". Nach 10 Minuten wurde das leere, geparkte Bett vor dem Behandlungsraum hineingeschoben - und kam mit der Schweizerin wieder heraus. Wir grüßten uns freudig und dann wurde ich aufgerufen. Endlich, denn das Stehen fand mein Kreislauf nicht wirklich gut. Ich legte Morgenmantel und Hausschuhe hinter dem Behandlungsstuhl in der Umkleideecke ab und nahm dann Platz. Diesmal war Frau Dr. Tabatabai mit dabei. Sie entfernte den Verband, reinigte alles darunter und entferne auch den Platzhalter. Da sie nicht Frau Dr. Krege ist, tat alles ein wenig mehr weh als sonst. Nachdem die Vagina diesmal eingepinselt worden ist (auch nicht unbedingt angenehm), wurde der Platzhalter wieder eingesetzt. Frau Dr. Krege übernahm und streichelte mir erst mal das Knie. Ich entspannte zunehmend. Dann zog sie den (Reserve-) Trans-Urethra-Katheter, der Blut aus der Blase ableiten sollte. Ein widerliches Gefühl. Als ob jemand mit einem Sauger Urin aus mir absaugt. Wegen der jetzt kurzen Harnröhre war das nach 2-3 Sekunden ausgestanden. Dann hat sie mich neu verpackt und gebeten, zum nächsten Mal eine Miederhose mitzubringen, da käme der Verband dann wohl ab.

    Später am Nachmittag schaute die Krankengymnastin zur Tür herein. Auf, auf, meinte sie nur. Im Flur fragte sie die Schwester, ob ich auch Treppen gehen dürfte. "Frau Knorr darf alles!" antwortete sie kurz. Also übten wir im Treppenhaus ein wenig. Treppauf kein Problem, treppab naja. Ich darf halt nicht zu langsam schleichen. Als wir anfingen, stand unten die Freundin der Schweizerin im Treppenhaus. Sie grüßte und staunte uns nach. Hallo, ist das, was ich machte, so ungewöhnlich?