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    Mittwoch, 26. Dezember 2007
     
     
    ... ab nach Hause
     

    Nachdem mir gestern abend bereits die Nachtschwester alles Gute gewünscht hatte, ging ich heute mit dem Bewußtsein des Entlassenwerdens in den Tag. Nach dem Frühstück wartete ich gar nicht erst das Abräumen des Frühstücksgeschirrs ab, sondern ging gleich duschen. Anschließend die Dehnungsmassage, wobei ich mich nach dem Spaziergang vom Vortag dafür entschied, für die Heimreise den Platzhalter lieber bei mir als in mir zu tragen. Dann erhielt ich meine Entlassungspapiere zugesteckt. Beim Packen stellte sich heraus, dass Isabel gut daran getan hatte, mir den passenden Rucksack vor den Trolli zu schnallen. Es paßte gerade so alles hinein. Nach dem Verabschieden bei den beiden diensthabenden Schwestern, Brigida aus dem Nebenzimmer und meinen beiden Zimmergenossinnen, verließ ich die Station, auf der ich in den vergangenen 19 Tagen so viel erlebt hatte. Es war schon ein eigenartiges Gefühl. Im Foyer begegnete mir nochmal Frau Dr. Tabatabai. Dann war ich draußen.

    Und wieder hatte ich Glück: Denn der Bus zum Hauptbahnhof, der normalerweise auf 23 und 53 führt, verkehrt an Feiertagen nur einmal stündlich. Und als ich die Bushaltestelle errreichte, brauchte ich glücklicherweise nur 10 Minuten zu warten (die Abfahrt ist sonn- und feiertags nur auf 23). Am Bahnhof bekam ich sogar noch eine Express-Reservierung für den IC ab Duisburg. Blöderweise hat Krefeld Hauptbahnhof keine Aufzüge zum Bahnsteig. Also Trolli hochgeschleppt.

    Im Intercity in Duisburg wurde es kuschelig. Meinen Platz konnte ich mir erkämpfen, einen Platz für mein Gepäck nicht mehr. Also setzte ich mich mit meinem Sitzring möglichst bequem hin und hielt auch 2 Stunden durch. In Osnabrück stand ich auf und streckte mich mit Hilfe des Gepäcknetzes. Und kurz vor Bremen meldete sich meine Blase. Und das im Zug! Aber es half alles nichts. Ich brauchte Erleichterung. Glücklicherweise war die Toilette behindertengerecht. Also hatte ich soviel Platz wie im Krankenhaus und schaffte alles wie gewohnt.

    An meiner Aussteigestation Hamburg-Harburg tobte dann das Chaos, weil die Strecke zum Hamburger Hauptbahnhof wegen Bauarbeiten gesperrt war. Dort, wo normalerweise eine Handvoll Leute ausstiegen, strömten wahre Menschenmassen der S-Bahn zu. Da Isabel mir telefonisch zu verstehen gegeben hatte, dass sie beim Auto bleiben muss, weil sie keinen Parkplatz findet, schleppte ich meinen Trolli die Treppe zum Ausgang hoch. Oben fielen wir uns dann in die Arme. Nun noch 25 Minuten Autofahrt und ich war wieder zuhause. Ich habe es mir nicht nehmen lassen, mit zu ihrer Wohnung raufzukommen, um auch ihren 3 Katzen zu zeigen, dass das verloren geglaubte Familienmitglied wieder da ist. Danach fiel ich völlig erledigt auf mein Sofa. Geschafft! Zuhause!