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    Mittwoch, 4. Januar 2012
     
     
    Ritt auf dem Condor
     

    Papa Hoyer holte uns um 9.15 Uhr zuhause ab und fuhr uns zum Flughafen. Nach dem - inzwischen nur noch elektronisch möglichen - Check-In und der Kofferaufgabe haben wir ihn verabschiedet; was soll er 2 Stunden mit uns zusammen am Hamburger Flughafen rumhängen und währenddessen pro viertel Stunde 1 Euro mehr an Parkgebühren auf der Uhr haben?

    Wir gingen zum Gate und hingen da rum, bis der Flieger nach Frankfurt aufgerufen wurde. Wir schaukelten bei dem Wintersturm gen Frankfurt und ich machte mir Sorgen, wie Isabel dann den langen Flugabschnitt überstehen soll.

    Auch in Frankfurt wieder elektronischer Check-In mit Fragen nach der Nationalität und dem Land. Das Gate C09 war bei unserer Ankunft schon gut gefüllt. Da sahen wir auch den ersten Rasta-Man. Damit war klar, dass das unser Gate war (obwohl es eher nach einem umgebauten Heizungsraum aussah).

    Der Flug mit der Condor war lang (über 11 Stunden) und ich konnte am Ende auch nicht mehr richtig sitzen, aber er hatte ein Ende: Um 22.11 Uhr Ortszeit landeten wir in Montego Bay (bei den Einheimischen nur MoBay genannt). Unser Gepäck kam - natürlich - als letztes auf dem Gepäckband. In der Halle warteten bereits mehrere TUI-Repräsentantinnen und schickten uns zur Hotel-Lounge. Dort wurde uns das ganze Gepäck abgenommen und wir bekamen kalte Getränke gereicht. Nach 20 Minuten brachte man uns zu einem Kleinbus vor dem Terminal. Das Gepäck wurde durch ein Seitenfenster in den Bus gereicht und auf der Rückbank und der Sitzreihe davor untergebracht. Wir saßen direkt davor. Während der Fahrt waren wir ständig auf der Hut, ob der Fahrer scharf bremsen muss (bei seinem Fahrstil) und uns Koffer entgegengesegelt kommen. Der Fahrer hatte aber auch ein seltsames Verständnis von Autofahren. Erst meinte er zu uns: "Relax while I am driving on the wrong side." (Auf Jamaika gilt Linksverkehr). Dann bretterte er mit Vollgas an einem entgegenkommenden Sportwagen vorbei, so daß sich die Autos fast berührten.

    Wir erreichten aber nach 1 Stunde wohbehalten Negril. Nach dem Check-In, dem Beziehen des Zimmers 3212 und dem Anruf über Satellit bei Schwiegerpapa, mit dem wir ihn um 5.30 Uhr aus dem Bett nagelten, suchten wir noch was zu futtern. In der letzten Ecke des Komplexes hatte ein Grill bis 5.30 Uhr früh geöffnet. Eine kräftig gebaute Frau hinter dem Tresen bereitete die Speisen zu und rief die Bestellnummern auf. Nach einer Stärkung mit Jerk Chicken und Chicken Sandwich fielen wir um 0.50 Uhr Ortszeit tot ins Bett.