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    Donnerstag, 19. Januar 2012
     
     
    Flug DE 3163
     

    Als wir starteten klang die reparierte Turbine nicht rund. Das änderte sich zum Glück nach knapp 10 Minuten Flug. Wir flogen nordwärts über Kuba, die Ostküste Amerikas (wir sahen die Lichter von Großstädten) und Kanadas entlang. Über der Goose Bay ging die Sonne auf. Dann flogen wir über die zugefrorene See nach Grönland, deren Berge im Sonnenlicht glitzerten. Dann verdeckten Wolken den Blick nach unten, so dass wir Keflavik (Island), Irland, England und Amsterdam nur erahnen konnten.

    Nach 9 Stunden und 55 Minuten landeten wir um 17.09 Uhr in Frankfurt (geplant war 13.50 Uhr). Die Bordbesatzung hatte bis zuletzt keine Informationen vom Boden erhalten, welche Anschlußflüge zur Verfügung standen. So gingen wir von Bord und suchten den nächsten Lufthansa-Schalter. Unterwegs kamen uns zwei gehetzt wirkende Mitarbeiter entgegen und fragten, ob wir aus Montego Bay kämen. Sie suchten aus einer Liste unsere Namen und rieten uns, schnell zum Gate A18 zu gehen, um noch einen schnellen Anschlußflug nach Hamburg zu erreichen. Wir rannten dorthin, scheiterten aber an der Bordkartenkontrolle, die uns ohne einfach nicht durchlassen wollten. Wir suchten den nächsten Check-In-Automaten. Der verweigerte uns die Bordkarten, weil dem Flug nicht unser Gepäck assigned werden konnte. Wir mußten zum Schalter. Dort konnte die Mitarbeiterin die Buchung erst nicht finden, dann kam sie an den Flug um 17.45 Uhr nicht mehr ran. Also buchte sie uns auf die Maschine um 20.10 Uhr. Da die schon voll mit Schlipsträgern war, waren wir auf Standby gebucht. Wir kamen nicht mit. Wir ließen uns auf die Maschine 20.55 Uhr umbuchen, auch wieder auf Standby. Da waren wir auf der Warteliste auf Platz 2 und 3. Dann wurden aber Lufthansa-Mitarbeiter eingebucht und wir fielen wieder hinten runter. Also umbuchen auf den letzten Flieger um 21.40 Uhr. Dort bekamen wir eine feste Buchung, leider in unterschiedlichen Reihen. So landeten wir um 22.41 Uhr in Hamburg (geplant war 16.15 Uhr). Am Gepäckband warteten wir vergebens auf unsere Koffer. Auf Nachfrage erfuhren wir, dass die noch in Frankfurt seien und am Freitag nachkämen. So fuhren wir mit meinen Schwiegereltern, die sehnsüchtig auf uns gewartet hatten, nach Hause und fielen um 1 Uhr erschöpft ins Bett.