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    Freitag, 13. Januar 2012
     
     
    Eine Seefahrt, die ist luschtig
     

    Highlight des heutigen Tages sollte die Katamaran-Tour sein. Zusammen mit anderen fanden wir uns um 15.15 Uhr an der Wassersport-Hütte ein. Irgendwann kam der Katamaran um die Buchtspitze herumgeschippert. Wir wateten zur heruntergelassenen Treppe, wobei uns das Wasser bis zur Taille reichte. Als wir an Bord kamen, waren die Plätze in den Bugnetzen bereits besetzt. Wir fand backbord mittig Plätze. Dann legte der Katamaran ab und ein Rastafari begann Trommeln zu verteilen und zum Mitsingen zu animieren. Das konnte ja heiter werden: eine Party an Bord. Und dann begrüßte uns die mollige kleine Mitarbeiterin aus der Wassersporthütte mit den Worten, dass sie der Cruise-Director sei.

    wir fuhren an der Küste entlang in Richtung Süden. Immer mit Motorkraft. Irgendwann wurde auch noch das Segel eingeholt, dass wohl nur Deko sein sollte. Unter einer Katamaranfahrt stelle ich mir etwas anderes vor. Vor Ricks Cafe, einem der 10 berühmtesten Plätze auf der Welt (angeblich), wendeten wir und liefen kurz danach eine kleine felsige Bucht an. Dort sollten wir 30 Minuten vor Anker liegen, damit ausgiebig gebadet und die bordeigene Wasserrutsche genutzt werden können. Daraus wurden dann 50 Minuten, weil zum einen neben uns ein weiterer Katamaran mit Nudisten lag und viel Testosteron bei uns an Bord ausgeschüttet wurde. Zum anderen, weil sich der Anker verhakt hatte und erst durch einen Schnorcheleinsatz eines Crewmitgliedes wieder freikam. Als wir dann zurückfuhren, fehlte uns irgendwie das gewohnte Vibrieren. Und dann hörten wir den Kapitän fluchen, dass die Backbordmaschine schon wieder ausgefallen sei und warum die immer noch nicht repariert sei.

    Auf der Rückfahrt besichtigten wir den "Verkaufsstand" des Rastafari auf der Steuerbordwand des Katamarans. Isabel kaufte mir eine Perlenkette, die durch Royalblau dominiert wurde, sowie eine Kette für ihre beste Freundin. Wir verabredeten, dass wir gemeinsam von Bord gehen würden und ich dann aus unserem Zimmer das Geld hole (denn natürlich hatten wir auf dem Ausflug kein Bargeld dabei). So flitzte ich los. Als ich mit dem Geld zum verabredeten Punkt zurückkam, unterhielten sich der Rastafari und Isabel angeregt. Sie berichtete mir, dass er sie gefragt habe, ob wir Schwestern seien. Darauf hatte sie ihm zögernd erklärt, dass wir miteinander verheiratet seien. Er fand dies gut, weil niemand sich verbiegen sollte. Er wollte noch vieles wissen, als ich mit meinem Eintreffen dazwischenkam. Wir verabschiedeten uns sehr herzlich.