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    Sonntag, 30. März 2008
     
     
    Abschied
     

    Ist irgendwie gemein. Gestern wurden wir um 8 Uhr geweckt, wie es am Wochenende eigentlich üblich ist. Und heute schon um 7 Uhr Sommerzeit, also eigentlich 6 Uhr. Und genauso habe ich mich auch gefühlt.

    Bei der Visite meinte Frau Dr. Krege, ich könne mir gleich den Morgenmantel anziehen, sie nimmt mich nach der Visite sofort mit in die urologische Ambulanz mit. Nach gut, daraus wurden 15 Minuten, während der ich mich aber sehr gut mit einer 80jährigen Patientin unterhalten habe. Auf dem Untersuchungsstuhl sah ich im Spiegel, wo es die vorherigen Tage geblutet hatte: Eine der beiden Quernähte zwischen Vagina und Po stand wohl sehr unter Spannung. Jedenfalls erinnerte mich der Anblick wieder sehr an sekundäre Wundheilung.

    Danach habe ich von Frau Dr. Krege noch alle Fragen beantwortet bekommen:

    • Ich darf ab sofort wieder duschen. Dafür soll ich das Pflaster, das die Naht des Venushügels schützt, abziehen und hinterher wieder eins aufkleben. Dafür gab sie mir ein paar Pflaster mit.
    • Der Genitalbereich darf in ca. 2 Wochen wieder eingeseift werden.
    • In ca. 4 Wochen darf ich wieder schwimmen und in die Sauna gehen (Hurra!!!)
    • Ich brauche nur noch gelegentlich bougieren (dehnen), so ein- oder zweimal in der Woche. Dafür kann ich den Vibrator verwenden. Den Platzhalter brauche ich eigentlich nicht mehr nachts einzusetzen, da meine Vagina schön tief ist.
    • Die Einweghandschuhe kann ich noch zuende verwenden, danach reichen saubere Hände.
    • Die Ovestin-Creme brauche ich auch nur noch einmal pro Woche zur inneren Anwendung zu verwenden. Ich kann sie aber auch auf die Nähte schmieren, da sie eine gute Heilwirkung entfaltet.
    • Der Frauenarzt soll nicht nur die Wundheilung im Auge behalten, sondern auch regelmäßig auf Entzündungen kontrollieren und einmal jährlich einen Blick in die Vagina werfen.
    • Die Frage mit dem Sitzen habe ich mir selber beantworten können. Es sitzt sich auch ohne Sitzring recht gut!
    • Meine Hausärztin soll im Rahmen der jährlichen Krebsvorsorge den PSA-Wert mit bestimmen. Er betrifft die Prostata, die bei uns TS-Patientinnen aufgrund der Östrogengaben ein sehr geringes Krebsrisiko hat.

    Danach habe ich mich angezogen und meine Sachen zusammen gepackt und auf Pauline und Iris gewartet. Als die beiden aus der urologischen Ambulanz zurückkamen, haben wir uns herzlich verabschiedet und ich Pauline noch ein paar "technische" Fragen beantwortet. Nach dem abschließenden Vorbeischauen im Schwesternzimmer verließ ich das Maria-Hilf und ging zum Bahnhof. Um 16.45 Uhr war ich wieder zuhause.