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    Dienstag, 25. März 2008
     
     
    Achtung Aufnahme!
     

    Osterhasi ist gerade von dannen gehoppelt, da ruft auch Krefeld wieder. Es geht in die zweite Runde - technisch: Geschlechtsangleichung 2. Sitzung. Für dieses Mal brauchte ich die Hormone nicht abzusetzen und mir wurde von der Sekretärin von Frau Dr. Krege eine voraussichtliche Aufenthaltsdauer von 5 Tagen genannt.

    Der Wecker klingelt um die gleiche unchristliche Uhrzeit wie beim ersten Mal. Diesmal beeilte ich mich ein wenig mehr mit den Vorbereitungen, denn der Wetterbericht am Vorabend hatte nichts Gutes ahnen lassen. Und ein Blick nach draußen bestätigte meine Befürchtungen: Mein Auto, mit dem mich Isabel gleich nach Hamburg-Neugraben zum Bahnhof bringen sollte, war eingeschneit. So habe ich den Wagen dann nach dem Frühstück freigeräumt, damit wir um 4.10 Uhr ohne Verzögerung starten konnten. Die Hauptstraßen waren auch nicht gerade gut zu fahren. Dennoch waren wir rechtzeitig am Bahnhof und konnten uns in Ruhe voneinander verabschieden. Diesmal war der EC pünktlich. Aber ab Münster wieder das schon bekannte Gedränge, verursacht durch die Pendler ins Ruhrgebiet hinein. Da in Krefeld die Sonne schien, beschloss ich, nicht eine halbe Stunde auf den nächsten Bus zum Krankenhaus zu warten, sondern zu Fuß zu gehen (den Stadtplan hatte ich mir zuhause ausgedruckt). Schon nach 15 Minuten gehen war ich am Eingang zum Maria Hilf.

    Die Aufnahme war wieder sehr freundlich und wegen vieler Telefonate und der Arbeit, die über Ostern liegen geblieben war, etwas überlastet. Nach 10 Minuten war ich aufgenommen und wurde zu der mir bereits bekannten Station 2 geschickt. Dort wurde ich als Bekannte begrüßt und kam diesmal ins Zimmer 5. Dort wartete bereits eine Frau, die sich sofort entschuldigte, sie sei nur die Begleitung der Patientin, die im Hause umherschwirrte. Während des Auspackens und häuslichen Einrichtens kam eine Schwester und nahm mich nun auch auf der Station auf. Sie liess mir die Essenskarten zum Ausfüllen da. Ich hatte gerade den Trolli ausgepackt, da wurde mir schon meine Krankenakte in die Hand gedrückt und ich zur urologischen Ambulanz geschickt. Dort war es ziemlich voll, aber nach kurzer Zeit kam Frau Dr. Krege auf mich zu, begrüßte mich und bat mich in ein Behandlungszimmer. Sie inspizierte die Ergebnisse vom Dezember und war sehr zufrieden. Auf die Frage ob alles in Ordnung sei, erzählte ich ihr von den leichten Problemen beim Pipi machen, dass der Strahl oftmals über die Klobrille hinweggehe und ich mit einer stark gebeugten Haltung dem Rechnung trage. Sie zeigte mir im Spiegel die Mündung der Harnröhre - ein dunkles, fast schwarzes Etwas. Diese würde sie während der Op weiter nach unten verlegen. Außerdem werde sie den unteren Abschluß der Scheide ein wenig zum Damm hin erweitern, damit der Gang nach innen gerade wird. Schließlich wollte sie die Venushügel ein wenig aufpolstern (viel sei dort nicht erforderlich) und die Klitoris etwas verkleinert und nach innen verlegen. Für alles rechne sie mit einer Op-Dauer von ca. 30 Minuten!

    Dann wurde ich erst zum Ultraschall und dann zur Harnstrahlmessung geschickt. Endlich, denn meine Blase hatte sich seit dem letzten Toilettengang zu Hause ziemlich gefüllt. Mit der Restharnmessung waren auch alle zufrieden und ich durfte zurück auf die Station.

    Da war ich kaum angekommen, schon wurde ich weiter zur Anästhesie weitergeschickt. Da musste ein einziger Anästhesist mit allen wartenden Patienten reden. Dementsprechend lange dauerte es, bis ich endlich dran war. In dem 20minütigen Gespräch wurden Allergien, Medikamente usw. abgefragt und dann erklärte mir der junge Mann, dass die PDA (= peridurale Anästhesie, das ist die Betäubung über das Rückenmark) wegen des kurzen Eingriffs optional sei und ansonsten die Einleitung über die Braunüle erfolge. Zu Risiken und Nebenwirkungen sagte der Mitarbeiter das Übliche (vorübergehende Lähmungen, Halsschmerzen, Schleimhautläsionen, Übelkeit, Erbrechen).

    Wieder in meinem Zimmer angekommen, erkaltete langsam mein Mittagessen. Da ich nun auch ziemlich Hunger hatte, nahm ich das Angebot mit dem Aufwärmen in der Microwelle nicht an. Als ich den letzten Bissen genossen hatte, wurde ich wieder losgeschickt, diesmal zum EKG. Damit war das heutige Pensum abgearbeitet und ich unterhielt mich mit meinen Zimmernachbarinnen (Iris Maria = 2. Sitzung und Pauline = 1. Sitzung) und machte mich bettfertig. Nach dem Abendessen kam die übliche Heparinspritze, die Op-Kleidung und ein Klistier. Dieses ließ ich mir verabreichen ebenso wie die Intimrasur. Ich bin in beidem etwas ungeschickt und vielleicht auch zu zaghaft. Dann fielen mir irgendwann auch die Augen zu.