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    Samstag, 11. August 2001
     
     
     

    Die Festveranstalter (das heißt die Mitglieder der drei Veranstalter-Völker) hatten auch eine sogenannte "Mitternachtsbar" eingerichtet, in der man ab 18 Uhr bis kurz vor dem einschlafen der Bar-Crew neben Cocktails auch warme Mahlzeiten bekommen konnte. Da ich an diesem Nachmittag recht wenig gegessen hatte, wollte ich einfach bei der Mitternachtsbar mal vorbeischauen, um zu sehen, was heute angeboten wurde. Als ich etwas unschlüssig vor der Tür stand, wurde ich mit den Worten "Komm doch rein, Bea" eingeladen. Ich suchte mir einen Tisch und ehe ich mich versah, hatte eine männliche Bedienung den Stuhl zurückgezogen, so daß ich mich nur noch hinzusetzen brauchte. Es ist schon ein tolles Gefühl, als Frau behandelt zu werden.

    Das Zelt entwickelte sich zum Alptraum. Als wir drei Frauen von einem Einkauf im Dorf zurückkehrten, wurden wir auf der Burgzufahrt bereits empfangen mit den Worten: Wir haben ein Zelt mit zwei Dächern, dafür fehlen die Seitenwände. Es stellte sich heraus, daß das Zelt nicht nur unvollständig war, sondern auch gebraucht. Roststellen und verfärbtes Leinen. Kurzum: Ein voller Reinfall. Da die Abendtemperaturen um die 25 Grad lagen, wollten wir dennoch eine improvisierte Einweihungsfeier für "unser" Zelt veranstalten. Heike, meine liebe Schneiderin, hatte extra im Barwagen eine Flasche dafür kaltstellen lassen. Als sie die jedoch abholen wollte, war die Flasche nicht auffindbar. Heike rannte heulend auf unser Zimmer. Erst nach einiger Zeit gelang es mir, sie etwas zu beruhigen. Dieser Zwischenfall und das ganze Theater mit dem Zelt gingen dann auch mir an die Nerven. Bei einer anderen Qunfrau (danke Falena!) konnte ich mich ausheulen. Es ist doch gut zu wissen, daß in unserem Verein niemand alleingelassen wird. - Die Flasche (eine 3 l Flasche Sekt) fand sich irgendwann doch noch an und der Abend wurde wieder freundlicher.

    Und dann war da noch Serpentina. Sie bot während des gesamten Festes Massagen an und hatte dafür sogar ihre Massagebank mitgeschleppt. Ich wollte mich eigentlich schon lange mal von ihr durchkneten lassen, um meine Verspannungen loszuwerden. Aber entweder war ich im Streß oder sie nicht auffindbar. Zufällig trafen wir uns um Mitternacht bei der Bar eines befreundeten Volkes und genossen deren Köstlichkeiten. Dabei kamen wir in ein intensiveres Gespräch über uns und die Beziehungen zu unseren Partnern. Es war mal wieder richtig gut, sich alles von der Leber zu reden. Als wir fertigwaren mit dem Erzählen, verspürte ich eine gewisse Müdigkeit. Es war fast Tag (5.45 Uhr) und so beschloß ich, schlafen zu gehen. Im Zimmer angekommen, blinzelte mich Rubinia aus ihrem Bett kurz an und meinte, sie könne wohl den Wecker ausschalten, da ich wohl kaum um 7.45 Uhr mit ihr schwimmen gehen wolle. Da es in der Woche ziemlich heiß war, sind wir fast jeden Morgen in das Schwimmbad gegangen, das mit zu der Burg gehört. Wir sehen die Gewandungspflicht nicht sehr eng, so daß ein Badeanzug oder eine Badehose völlig ausreichte. Ich ging im Kleid und dem bereits untergezogenen Badeanzug in die Damenumkleidekabine. Meist war ich dort allein, aber auch wenn andere Frauen dort duschten oder sich umzogen, gab es keine Probleme. Wir unterhielten uns zwanglos über Düfte von Duschgels und Ähnliches. Auch beim Anziehen nach dem Schwimmen, bei dem die mit Pads befestigten Silikonprothesen sichtbar wurden, gab es keine dummen Bemerkungen.