Heute wollte Kathrin aus Sachsen-Anhalt zu mir zu Besuch kommen. Sie hatte von 9 bis 11 Uhr eine Prüfung in Dresden und wollte sich danach in ihr Auto setzen und nach Görlitz fahren. Bereits ab 12 Uhr hing ich am Fenster meines Hotelzimmers und hielt nach ihr Ausschau. Da das fast eine halbe Stunde dauerte, wurde es im Zimmer von der Temperatur her ziemlich schattig. Endlich hatte ich ihr Dienstauto erspäht und ging runter zu ihr. Nach einer kurzen Besichtigung meines Übergangszuhauses machten wir uns auf, die Stadt unsicher zu machen. Zuerst wandten wir uns der Altstadt zu. Da Kathrin Hunger hatte, suchten wir uns ein Restaurant. Da meine Favoriten (Zur Schwarzen Kunst, Zum Pauker) beide erst um 17 Uhr öffneten, entschieden wir uns für das Bürgerstübl. Wie fast überall in Görlitz war das Essen auch hier sehr lecker und die Atmosphäre gemütlich. Danach zeigte ich Kathrin, wo ich arbeite und wir machten uns auf die Suche nach ein paar Schuhen für mich. Dabei stolperten wir über Ansichtskarten, Teelichthalter, lustige Verbotsschilder und allerlei Kitsch. Wir haben viel gelacht, auch als wir nebenbei mal mit Isabel telefonierten. Bei den Schuhen war es allerdings schwieriger. Ich habe genaue Vorstellungen von den gesuchten Schuhen: keinesfalls weiss (da sieht man im Winter gleich jeden Dreck), nicht spitz, kein Keilabsatz, nicht zu flach und nicht zu hoch. Und ich habe Schuhgröße 42! In einem Schuhladen fand sich ein paar schicke Pumps, die ich für nicht mal 16 Euro nebenbei mitnehmen wollte. Leider blieb es an diesem Nachmittag bei diesem Paar. Wir bummelten die Fußgängerzone rauf und runter und erholten uns in der Abenddämmerung bei Kaffee und Kuchen, bevor Kathrin sich wieder auf die Heimfahrt (immerhin 3 Stunden Fahrt) machen mußte. Wir beschlossen, das unbedingt zu wiederholen.
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