Meine erste Dienstreise mit einem Mietwagen, seit ich in dieser Firma tätig bin. Am Morgen fuhr mich Isabel mit meinem Gepäck zur Mietwagenfirma nach Harburg. Na ja, eigentlich wollte sie es, aber ein Stau auf der B 73 von Neugraben bis Harburg nach einem Unfall an der Autobahnauffahrt Heimfeld hinderte uns daran. Zunächst noch auf Schleichwegen gerieten wir letztlich doch in den Stau. Da Isabel pünktlich im Büro sein mußte, setzte sie mich in der Nähe der Autovermietung mit meinem Gepäck ab. Ich schleppte es dann die letzten Meter. Der Mitarbeiter entschuldigte sich, dass mein Wagen noch nicht abgegeben worden sei. Ich bekäme aber einen anderen Wagen, einen Citroen C4. Bei diesen Worten dachte ich an einen CV 4 und fragte vorsichtig, ob mein Gepäck denn da überhaupt reinpasse. Er deutete auf das Fahrzeug vor der Tür und mir fielen die Augen aus dem Kopf. Da passte das Gepäck einer ganzen Familie rein. Ich verstaute meine Taschen und fuhr zu Isabels Firma und holte das Navi ab, dass ich in der Eile vergessen hatte mitzunehmen. Dann ging es auf die Autobahn in Richtung Görlitz. Nach dem ersten Tankhalt südlich von Leipzig aktivierte und programmierte ich es und kurz vor Dresden hatte es sich dann auch endlich beim Satelliten eingebucht. So kam ich ohne weiteren Halt und Probleme bis zur Abfahrt Görlitz. In der Stadt sollte ich unbedingt falschrum in Einbahnstraßen fahren oder auf eine Baugrube zuhalten, meinte jedenfalls das Navi. Deshalb hörte es sich dann bald so an: "Nächste Möglichkeit bitte rechts fahren ... Wenn möglich bitte wenden ... Nächste Möglichkeit bitte links fahren." Irgendwann hatte ich die Nase voll, fuhr rechts ran und wollte gerade einen Passanten fragen, als mein Blick auf das Haus neben mir fiel. Ich stand vor dem Hotel. Nach dem Einchecken und dem Umparken des Autos auf den "Hotelparkplatz" (einen durch eine Kette zur Straße hin geschützter Bereich, der von allen anderen Seiten des Platzes her offen war) ging ich dann zu unserer Niederlassung. "Zwei Blocks geradeaus, dann links", hatte die Dame am Empfang noch gesagt. Ich tat dies und stand vor einer Baustelle. Ich umrundete den Bauzaun und fand statt der Firma wenigstens die Touristeninformation. Im hintersten Winkel des Hauses hinter einer Holztür bekam ich die Auskunft "bis zu den Straßenbahnschienen und denen dann einfach folgen", aber keinen Stadtplan zum mitnehmen. Ich erreichte die Straßenbahnschienen, die aber zwei Richtungen anboten. Ich entschied mich für rechts und stand alsbald wieder vor derselben Baustelle. Eine Passantin gab mir dann den entscheidenden Hinweis: "den Schienen in der anderen Richtung folgen, am Karstadt vorbei und wenn ich auf einem Platz die "Muschelminna" sehe, dann bin ich da. Nach 5 Minuten war ich dann tatsächlich an unserer Niederlassung, die 4 Gehminuten vom Hotel entfernt war.
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