Eigentlich ist ab heute Urlaub. Eigentlich, denn uneigentlich wollten wir um 7 Uhr mit dem Auto nach Husum aufbrechen, um unsere Hochzeitskleider anzuprobieren und abzuholen. Wären nicht einige Schnarchnasen vor uns gewesen, die sich nicht trauten, einen Lkw zu überholen, wir wären pünktlich gewesen. Im Brautladen wurden wir - wie schon beim vergangenen Besuch - freundlich begrüßt, waren aber diesmal in einem anderen Anproberaum (der vom letzten Mal war bereits belegt). Dieser hatte ein großes Schaufenster, dessen Vorhänge beim Umziehen zugezogen wurden. Ich bin schließlich keine Schaufensterpuppe! Gefährlich fand ich, dass ich in einer Umgebung, die nur aus Brautkleidern bestand, einen Kaffee gebracht bekam. Fazit der Anprobe war: Isabels und mein Kleid sind zu lang, ihres zusätzlich im Brustbereich zu eng ("da müssen wir alles rauslassen"). Wir sollen in 2 bis 3 Stunden wiederkommen, also ab 14.30 Uhr (es war jetzt 10.45 Uhr!) Inzwischen war es voll in dem Brautladen geworden, die Kundinnen sagen auf Stühlen, Treppenstufen oder standen rum. Wir verließen daher den Laden zügig und fuhren nach Tondern (DK), um Kerzen zu kaufen. Ich hatte vergessen, den Stadtplan nochmal auszudrucken, aber wir fanden die Østergade trotzdem auf Anhieb. Det gamle Apothek ist viel größer, als wir uns es vorgestellt hatten. Wir fanden auch genau so viele Kerzen wie ich mit meinen Kronen von vergangenen Reisen bezahlen konnte (ca. 35 Euro). Dann gingen wir in ein nettes Bistro gleich gegenüber und stillten unseren Hunger. Die Bedienung sprach deutsch und beriet uns. Dann ging es zurück nach Husum. Da wir erstmals von Norden in die Stadt kamen, verirrten wir uns erst mal im Einbahnstraßenlabyrinth. Bei der anschließenden Anprobe stimmten die Längen und Isabels Kleid war nur noch minimal eng. Wir packten alles ein und machten uns auf den Weg nach Hamburg. Wegen einer Baustelle sahen wir an der Einmündung zur B 5 einen mehrere Kilometer langen Stau vor uns. Wir stellten uns nicht hinten an, sondern suchten mit dem Ziel Schleswig und A 7 das Weite. Ca. 50 km vor Hamburg überkam uns eine solche Müdigkeit, dass Isabel auf einen Parkplatz fuhr und wir erst mal ne Stunde ratzten. Etwas frischer erreichten wir die Hamburger Feierabendstaus. Wir schafften es aber noch, bei Kaufland die Einkäufe für den morgigen Grillabend bei Schwiegereltern einzukaufen und zuhause zu verstauen. Dann ging es zur Deutschlandpremiere von Fluch der Karibik IV in unserem Servicekino. Die erste Hälfte des Films war etwas langatmig und verworren, die andere Hälfte habe ich gut geschlafen. Isabel berichtete mir, dass ich nichts Weltbewegendes verpasst hatte.
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