Heute können wir - endlich - unsere Hochzeitskleider in Husum anprobieren. Und das ohne Eltern, denn die sind gerade erst auf dem Rückflug von Cairns (Australien) nach Hamburg. Wir fahren die A 7 und die A 23 und das letzte
Stück dann auf der Bundesstraße. Wir sind nur wenige Minuten vor 12 Uhr da, weil das mit dem Parken in Husum
nicht ganz so einfach ist. Wir werden von zwei Damen begrüßt, von denen sich die eine als die Chefin herausstellt. Ausgerechnet die, die wir immer wieder angerufen hatten und nachgefragt hatten, wann denn die Kleider endlich beide da seien. Kurz schoss mir durch den Kopf, was passiert wäre, wenn ich am Telefon gesagt hätte, dass ich jetzt mal die Chefin sprechen möchte ...
Wir wurden nach kurzer Wartezeit in den Ankleideraum geleitet, der schön geräumig war und mit einer Kaufhaus-Umkleidekabine aber auch gar nichts gemein hat. Erst hat sich Isabel ankleiden lassen (ich bin doch immer
noch ein wenig schüchtern). Eine Korsage wollte sie eigentlich nicht, hat sich dann aber von der Beraterin doch überzeugen lassen. Und sie bekam schicke weiße Schuhe mit wenig Absatz. Dann war ich an der Reihe. Wie bei Isabel, war das Kleid in der Hüfte sehr eng. Und es ist warm. Hoffentlich sind am Hochzeitstag keine 30 Grad im Schatten ... Es wird geändert, genauso wie die Länge. Apropos Länge: Als ich meine silbernen Schuhe, die ich eigens für eine eventuelle Hochzeit in ferner Zukunft ersteigert hatte, dazu anziehen wollte, meinte die Beraterin: Dann lassen wir das Kleid so lang, dass man die Schuhe nicht sieht. Nun habe ich auch ein paar weiße Schuhe - mit Schleife und mäßigem Absatz. Leider fand sich für mich keine passende Korsage im Lager (mehr Bauch als Brust). Deshalb werden wir am 19. Mai noch mal für die Anprobe und die Änderungen meines Kleides nach Husum fahren. Nach 1 1/2 Stunden waren wir fertig, verabschiedeten uns und fuhren heim. Bis zum Dreieck Hamburg Nordwest kamen wir. Dann standen wir die Stunde bis zum Elbtunnel durch und waren nach 3 Stunden Fahrt endlich zuhause.
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