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    Donnerstag, 2. August 2012
     
     
    Farewell
     

    Ich möchte mich bei euch, meiner Familie bedanken. Ich habe mich bei euch wohl gefühlt - na ja, de meiste Zeit wenigstens. Dann, wenn ich auf Mamas Schoss springen konnte und mich dort einkringeln konnte. Auch gegen die andere, die immer öfter zu Besuch kam, hatte ich nichts. Sie war vielleicht etwas unruhig, aber sonst ok.

    Blöd war, als ihr mich in den Korb gesperrt habt und ganz woanders wieder rausgelassen habt. Na gut, einiges roch dort nach uns, aber vieles war mir soooooo fremd. Und es war dort alles so gross. Ich habe aber begriffen, dass es unser neues Zuhause war.

    Und dann zogen die drei ein und das ging gar nicht. Die Ersatzmama ist ok, aber dieser riesen Bauerntrampel, der seine schlechte Laune immer an mir ausgelassen hat und anscheinend auch noch Befriedigung darin fand. Die andere war ja nur kurz da, fast immer unter dem Wohnzimmerschrank. Als sie einmal dorthin gepinkelt hat, war sie plötzlich weg und nur ihr Geruch an den Mamas erinnerte noch an sie.

    Und als dann die beiden Halbstarken ins Haus kamen, da wäre ich am liebsten verschwunden. DAS hat mir dann gar nicht mehr gefallen. Aber ich habe mich irgendwie damit arrangiert.

    Vor einigen Wochen begann es mir schlechter zu gehen. Ich wollte eigentlich nur noch allein sein. Streicheln fand ich zuerst noch in Ordnung.

    Vorletzte Nacht habe ich dann mehrere Haarballen hervorgebracht und ab da war mir nur noch übel. Sie brachten mich zu der Frau mit den Spritzen. Sie gab mir auch gleich zwei davon. Mir war nicht mehr übel, aber der Bauch war so voll, dass ich einfach nicht fressen und trinken wollte. In der Nacht waren alle in der Familie sehr still und ließen mich in Ruhe.

    Heute sind wir wieder zur der Frau mit den Spritzen gefahren. Sie gab mir auch eine, durch die ich müde wurde und einpennte. Und dann durfte ich über die Regenbogenbrücke gehen, wofür ich mich bei den Mamas von Herzen bedanken möchte. Danke auch an Xenia, dass du immer zu mir gehalten hast und mich beschützt hast. Und du, mein Bruder Snowi, sei nicht traurig. Es geht mir jetzt gut. Ich vermisse dich.

    Eure Susi