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    Montag, 21. August 2006
     
     
     

    Als ich heute aufstand, stand ich ziemlich neben mir. Halsschmerzen und ein Gefühl im Kopf, als sei ich gegen einen Briefkasten gelaufen. Eigentlich gibt es da nur ein Rezept: Im Bett bleiben und die Erkältung auskurieren. Aber ich hatte heute einen Gerichtstermin. Es ging um meine Vornamensänderung und für die sollte ich um 10 Uhr im 100 km entfernten Celle sein. Isabel hatte mich gefragt, ob sie mich begleiten soll. Ich wollte sie natürlich an diesem denkwürdigen Tag gerne dabei haben und spendierte ihr die Bahnfahrt.

    Wir fuhren rechtzeitig mit dem Intercity, um bloß nicht zu spät zu dem Termin zu kommen. Schon um 8.45 Uhr waren wir in Celle angekommen. Es regnete und so suchten wir schnell zum Gerichtsgebäude zu kommen. Und so saßen wir bereits um Punkt 9 Uhr vor dem Sitzungssaal.

    Es dauerte etwa 10 Minuten, da kam eine junge Frau daher, schloß den Raum auf und meinte zu uns, daß wir ja sehr zeitig da seien. Dann rief sie mich in den Raum, wenn ich nun schon einmal da sei. Isabel mußte auf dem Gang warten.

    Der vermeintliche Sitzungssaal entpuppte sich als das Arbeitszimmer der Richterin, die völlig leger erklärte, daß man auf die Robe wohl verzichten könne. Dann merkte sie zu dem einen Gutachten an, daß der Gutachter sich nicht ganz zu einem Ja zur Vorabentscheidung zur Großen Lösung durchringen konnte. Nach kurzer Unterhaltung meinte die Richterin dann, daß die Vornamensänderung ohnehin problemlos sei. Sie werde aber auch dem Vorabentscheidungsantrag stattgeben. Nach Aushändigung des - noch nicht rechtskräftigen - Beschlusses wünschte sie mir zum Abschied noch alles Gute für meine Zukunft und dann war ich nach 20 Minuten wieder auf dem Gerichtsflur - als Beatrice Gertrud Knorr. Wäre ich nicht so erkältet gewesen, ich hätte sicherlich triumphiert. So jedoch war auf dem Weg zurück zum Bahnhof nur ein breites Grinsen auf meinem Gesicht zu sehen.