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    Freitag, 25. Juni 2004
     
     
     

    Heute lag die MS Bremen, das kleinste Kreuzfahrtschiff der Hapag-Lloyd-Reederei in Bremerhaven. Meine Mutter lud meinen Bruder und mich ein, dieses Schiff zu besichtigen, weil sie beabsichtigt, zu Ihrem 80. Geburtstag (Anfang 2007) uns auf die MS Bremen zu einer Kreuzfahrt in die Antarktis einzuladen.

    Weil so eine Besichtigung immer etwas besonderes ist - es ist schließlich nicht die erste Besichtigung für mich - habe ich mich ein wenig in Schale geworfen: Hosenanzug und cremefarbenes Seidentop.

    Inzwischen hat auch die zivile Schifffahrt die Hysterie des 11. September ereilt und so mußten wir vor dem an Bord gehen die gleiche Prozedur über uns ergehen lassen wie am Flughafen beim Personen-Check. Etwas überrascht war ich dennoch, als ich durch den Metalldetektorbogen getreten war, daß mich ein Mann vom Sicherheitspersonal um einen Augenblick Geduld bat, seine Kollegin würde sich gleich meiner Person annehmen. Mir wurde klar, ich wurde ganz eindeutig als Frau angesehen. Obwohl es eigentlich das normalste von der Welt sein sollte, ich habe mich doch gefreut.

    Dann wurden die Berechtigungsschildchen verteilt - gegen Hinterlegung des Personalausweises. Den wollte ich nun auf gar keinen Fall herausrücken. So versuchte ich es mit dem dgti Ergänzungsausweis. Der Mitarbeiter sah sich den Ausweis sehr aufmerksam an, überreicht mir das Schildchen mit den Worten: Bitte sehr, Frau Knorr.

    Als wir wieder von Bord gingen und die Berechtigungsschildchen abgeben mußten, sah mich der Mitarbeiter kommen und tuschelte kurz mit seinem, neben ihm stehenden Kollegen. Konnte mir schon vorstellen, was die beredeten: "Das ist die Person, die ..." Aber interessiert hat es mich nicht wirklich.